Herbert Theler

1941 in Eggerberg geboren. Machte eine Malerlehre in Visp und später die eidgenössische Malerprüfung. Er lebt und arbeitet in Visp. Er ist teils durch Kurse, teils über Autodidaktik zur Malerei gekommen, der er sich heute fast ausschliesslich widmet. Er hat bereits öfters in und ausserhalb des Kantons ausgestellt.


Herbert Theler malt kleine Aquarell oder Gouachebilder und grossformatige Acrylbilder. Landschaften, Bäume, Flüsse und "Gädini". Alte vom Zerfall bedrohte Walliser Bauten: Häuser und Scheunen. Gebäude, die die Walliser Landschaft unverkennbar prägen. Zwischen Berghang und dem Himmel. Beides in flächigem, gräulichen Grün, setzt er seine mystischen, verwaschenen, schwarzen Geisterhütten. Herbert Theler ist mit seiner Malerei schmerzhaft aktuell, die Bergtäler entvölkern sich. Die Walliser Halb-Nomaden sind im Tal sesshaft geworden oder ausgewandert, die Feuer in den Gildsteinöfen ihrer Berghütten sind erloschen.

Nicht desto trotz gewinnt die Walliser Landschaft dadurch neue Faszination. Die Wiesen bleiben ungenutzt, die Wildnis kehrt wieder ein. Dies ist auch die andere Seite von Herbert Thelers Malerei. Eine Gradwanderung zwischen erkennbaren Konturen und Abstraktion. Die Landschaft der trockenen, gelblichen Berghängen und Wiesen und die blauen Bergketten im Hintergrund, lassen sich nur noch erahnen.