Alfred Grünwald

Alfred Grünwald (1929-1966) ist in Brig geboren und aufgewachsen. Er studiert an Kunstschulen in Milano und Paris, bildet sich weiter in Glasmalerei, Portraitmalerei und Lithographie. Er ist einer der ersten Oberwalliser Künstler, der es wagt nur für die Kunst zu leben. Er bekommt viele Aufträge für Glasfenster in öffentlichen Gebäuden. Sein Atelier hat er im Stockalperhaus in Brig zusammen mit Hans Loretan.
Er stirbt mit 37 Jahren an Krebs, seine Freundin Lucia ist ihm eine treue Begleiterin in dieser schweren Zeit. Er hinterlässt ein riesiges Werk an Ölgemälden, Aquarellen, Tusch - und Kohlezeichnungen, Collagen und Holzschnitten.

Viele seiner Portraits malt er mit einem Farbauftrag, der an Van Gogh erinnert.
In zahlreichen Aktzeichnungen ist der Einfluss von Florenz sichtbar, wo er einen Teil seiner Ausbildung genoss.
In einer späteren Phase behandelt er christliche Themen in chaotisch - dämonischen Farben.
Einige Jahre ehe er stirbt ist vor allem Matisse sein Vorbild.
In seinem kurzen Leben beweisst er eine künstlerische Originalität, die trotz Abhängigkeit von grossen Meistern, einen sehr persönlichen Stempel trägt.

Stiftung Alfred Grünwald


Hans Loretan

Hans Loretan (1920) kommt in Brig zur Welt. Er besucht die Kunstgewerbeschule in Luzern, danach arbeitet er als Holzbildhauer in verschieden Werkstätten.
Er besucht später die Ecole des Beaux-Arts in Genf.
Zurück in Brig, teilt er sein Atelier mit Alfred Grünwald und arbeitet teilamtlich als Zeichenlehrer. Er ist verheiratet mit Esther Guntern, er hat 6 Kinder.

Hans Loretan ist vor allem ein religiöser Künstler. Im Oberwallis war auch bis in die jüngste Zeit fast nur religiöse Bildhauerkunst gefragt.

In der Ausbildungszeit wurde Hans Loretan stark von Rodin geprägt. Grosse Eindrücke machten auf ihn auch gewisse Werke der Avant-garde.
Die eigentliche Qualität seiner Arbeit liegt aber sicher in der Materialechtheit, der handwerksgerechten Form und den schlichten Gebärden seiner Figuren.