Sayumi

Der Anfang der Erinnerung
Galerie zur Matze, 13.2. -28.2.2016


Ich male Kinder die etwa 4 Jahre alt sind, da dies das Alter ist in dem man beginnt Erlebnisse im Langzeitgedächtnis abzuspeichern. Aber die Erinnerungen sind in diesem Alter noch nicht fest, sondern wie unrealistische Elemente in einem Traum, wodurch Teile der Erinnerungen unklar wirken. 
Ich stelle mir vor, dass diese Erinnerungen, die wir nicht behalten können, wie ständig ändernde Wasseroberflächen eines Flusses sind. Ich male, was ich glaube tatsächlich gesehen zu haben, was durch die Sehnerven zum Gehirn und ins Gedächtnis übertragen wurde. Sozusagen die Innenwelt, die hinter dem Filter meines Selbst existiert. In dieser formt sich das Gesehene um und rekonstruiert sich in mir. Bildlich ausgedrückt, ist es so, als ob alles wie in eine Vision ist, die sich im Gedächtnis zu verankern. Das Gedächtnis ist für mich wie eine Wasserspiegelung.
In meinen Bildern versuche ich die unklare Grenzlinie zwischen der Realität und den unklaren Erinnerungen von Kindern zu zeigen.